Es ist mal wieder soweit. Am 31. Oktober geht's rund für alle Hexen, Geister und Gespenster. Frei nach dem Motto: Gruseln unbedingt erlaubt!

Aber was ist Halloween?

Der Name Halloween stammt aus dem Englischen All Hallos' Evening, abgekürzt Hallows' E'en.

 

Halloween oder Samhain ist eines der großen keltischen Feste. Die Kelten besaßen einen anderen Kalender als wir heute. Es gab nur zwei Jahreszeiten. Den Sommer und den Winter. Samhain bildet den dunklen Pol des Jahres und stehtBeltane, dem hellen Pol, gegenüber.
Zu Samhain dankten die Kelten, wie heute noch alle Naturreligionen, den Göttern für eine fruchtbare Ernte. Die Vorräte für die dunkle Jahreszeit waren angelegt, der Sommer wurde verabschiedet, und die kalte Jahreszeit begann.
Im Zentrum des Festes steht die Thematik des Todes. Diese Geisternacht symbolisiert die Begegnung zwischen Lebenden und Toten. Es heißt, dass in dieser Nacht die Verbindung zur Anderswelt besonders dünn ist, und die Verstorbenen unter uns weilen, denen man besonders in dieser Nacht gedenkt.
Die zahlreichen modernen Riten und Bräuche weisen auf diese Überlieferungen hin.

Der 1. November wurde im Jahr 835 von Papst Gregor IV zum Feiertag Allerheiligen ernannt. An diesem Tag wird den Heiligen und christlichen Märtyrern gedacht.

Die Gruselstory

 

Es war einmal ein Mann. Nennen wir ihn Jacob. Jacob starb und gelangte nach seinem Tod an jenen ganz bestimmten Ort, den alle Verstorbenen erreichen. Ein stämmiger, furchterregender Wächter stand vor einem wuchtigen Tor. Nachdem Jacob sich vorgestellt hatte, wies der Wächterauf eine der vielen Türen.„Da gehört du hin …", erklärte er mürrisch. "Dort wird es dir gutgehen, du wirst Freude haben, Glück und unendlichen Frieden.“Jacob bedankte sich höflich. Hatte er sich das nicht immer gewünscht? Friede, Freude und ewiges Glück! Was wollte er mehr?!

 

 

Jahre später begegneten sich Jacob und der Wächter wieder.
„Wie geht es dir?“, knurrte der Wächter.
Jacob schüttelte missmutig den Kopf. „Etwas viel Freude auf einmal, nicht wahr? ... Nur Glück? Nur Friede? ... Ich beginne mich zu langweilen.“
Der Wächter grinste.

Und wieder vergingen Jahre, bis sich die beiden abermals begegneten.
„Wie geht es dir?“, fragte der Wächter.
Grimmig verzog Jacob sein Gesicht. „Dieses immerwährende Glück ist unerträglich. Kannst du mir nicht wenigstens ein kleines Problem geben? Ein ganz kleines, damit ich etwas habe, worüber ich mich ärgern kann?
Der Wächter grinste nur.

Und als sich die beiden ein drittes Mal begegneten, flehte Jacob auf die Frage, wie es ihm ginge: „Gib mir Probleme, gib mir Kummer, gib mir Leid … Ich kann dieses ununterbrochene Glück, diese ständige Freude und diesen quälenden Frieden nicht länger mehr ertragen! Bitte! ... Selbst wenn du mich dafür in die finsterste Hölle schicken musst. Ich brauche Schmerz und Leid!“

Das Lächeln des Wächters war so zynisch wie die Antwort selbst: „Was glaubst du, wo du hier bist?“

Und damit wünsche ich eine schön-schaurige Gruselnacht! :)

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